Menschen und ihr Handwerk: Töpferei Tischkultur in Leipzig

13. September 2026

Ein Tag mit Tanja Hildebrand

Eigentlich braucht es gar nicht viele Dinge, um aus einem Stück Ton etwas völlig Neues entstehen zu lassen. Wasser, zwei Hände und eine Drehscheibe. Was es allerdings braucht, ist eine Menge Erfahrung.

Bei Tanja Hildebrand gehört genau das zum Arbeitsalltag.

Als gelernte Töpferin arbeitet sie auf dem Gelände der Feinkost in Leipzig, wo sich ihre Töpferei Tischkultur mit Werkstatt und Werkstattverkauf befindet. Hier entstehen ihre Keramiken in Handarbeit. Wer selbst erleben möchte, wie aus Ton ein eigenes Stück entsteht, kann bei ihr auch Töpferkurse besuchen.

Ich habe Tanja einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet. Dabei ging es mir nicht nur um die fertigen Stücke, sondern vor allem um den Menschen und das Handwerk dahinter.

Ein Arbeitsplatz, an dem etwas entsteht

Für eine fotografische Begleitung muss ein Arbeitsplatz für mich nicht erst verändert werden. Viel interessanter ist das, was ohnehin da ist.

Bei Tanja sind das die Drehscheibe, Werkzeuge, Ton, Regale und natürlich die Spuren der täglichen Arbeit.

Während des Shootings habe ich verschiedene Arbeitsschritte begleitet: das Formen an der Drehscheibe, kleine Korrekturen und die konzentrierte Arbeit am Werkstück. Gerade wenn jemand vollkommen mit seiner Arbeit beschäftigt ist, entstehen für mich oft die interessantesten Bilder.

Hände, Ton und die kleinen Arbeitsschritte

Beim Töpfern passiert unglaublich viel mit den Händen. Sie formen, halten und verändern das Material. Ton und Wasser hinterlassen dabei ihre Spuren.

Genau die möchte ich auf meinen Bildern nicht verstecken. Denn wenn ich einen Handwerksbetrieb oder ein Unternehmen begleite, interessiert mich nicht nur, wer dort arbeitet, sondern auch, was diese Menschen tatsächlich tun.

Nicht nur das fertige Produkt

Von außen sehen wir bei einem Unternehmen meistens zuerst das Ergebnis. Bei Tischkultur sind das die fertigen Keramiken im Werkstattverkauf auf dem Leipziger Feinkostgelände.

Bis dahin passiert allerdings einiges.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Brennofen. Fotografisch vielleicht nicht das spektakulärste Motiv der Töpferei, aber ein wichtiger Teil der Arbeit. Und genau deshalb gehört er für mich auch zur Geschichte.

Aus Ton entsteht eine Form, sie wird weiterbearbeitet, getrocknet und gebrannt. Ein einzelnes Foto zeigt davon immer nur einen Ausschnitt. Erst mehrere Motive machen den gesamten Arbeitsprozess sichtbar.

Eine Bildserie erzählt mehr als ein einzelnes Portrait

Natürlich gehört auch ein gutes Portrait dazu. Für eine Website, Social Media, das Google-Unternehmensprofil oder andere Werbemittel braucht ein Unternehmen aber meist mehr als ein einziges Bild.

Deshalb entstehen bei solchen Shootings Portraits genauso wie Arbeitsschritte, Details, Räume und fertige Produkte.

So entsteht eine eigene Bildwelt, aus der ein Unternehmen später ganz unterschiedliche Motive verwenden kann: ein Portrait für die Über-uns-Seite, einen Arbeitsschritt für Social Media oder ein Detail für einen Beitrag, Flyer oder andere Bereiche des Marketings.

Die Bilder erfüllen unterschiedliche Aufgaben und gehören trotzdem sichtbar zusammen.

Die Geschichten stecken oft im Arbeitsalltag

Solche Geschichten gibt es nicht nur in einer Töpferei. Sie stecken in Werkstätten, kleinen Läden, Manufakturen, Ateliers und vielen anderen Unternehmen.

Für mich liegt der Reiz darin, aus Menschen, Arbeitsabläufen, Details und Ergebnissen eine Bildserie entstehen zu lassen, die zeigt, wie sich ein Unternehmen tatsächlich anfühlt.

Nicht irgendein Unternehmen. Sondern genau dieses.

Du möchtest deinen eigenen Betrieb und die Menschen dahinter auf diese Weise zeigen? Dann schau dir gern meine weiteren Unternehmensreportagen an oder schreib mir einfach. Gemeinsam können wir schauen, welche Geschichte sich hinter deiner täglichen Arbeit erzählen lässt.

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