Ein Tag im Fahrradladen
Ein Fahrradladen besteht nicht nur aus Fahrrädern.
Da sind Menschen, die beraten, reparieren und jeden Tag mit Dingen arbeiten, die für sie längst selbstverständlich geworden sind. Werkzeuge, Ersatzteile, volle Regale und unzählige kleine Handgriffe gehören genauso dazu wie das fertige Fahrrad, das am Ende wieder den Laden verlässt.
Genau diese Dinge interessieren mich mit der Kamera.
Für diese Bildserie war ich bei Fahrrad Schurig in Leipzig-Schönefeld und habe einen Teil des Arbeitsalltags begleitet.
Dabei ging es nicht darum, für die Kamera einen möglichst perfekten Fahrradladen entstehen zu lassen. Ich wollte sehen, was passiert, wenn dort ganz normal gearbeitet wird und welche Bilder sich genau daraus ergeben.



Ein Blick hinter die Kulissen
Ein großer Teil der Bilder entstand dort, wo die eigentliche Arbeit passiert.
Ich habe bei Reparaturen zugesehen, verschiedene Arbeitsschritte begleitet und mich mit der Kamera immer wieder auf die kleinen Dinge konzentriert.
Hände am Fahrrad, Werkzeug, einzelne Bauteile und die vielen Details, die zu einer Werkstatt gehören.
Gleichzeitig wollte ich aber auch den Laden selbst zeigen. Fahrräder, Helme, Produkte und den Verkaufsraum. Nicht als klassische Produktfotografie, sondern als Teil des Ortes.
Dabei sind auch Bilder entstanden, die ich vorher nicht hätte planen können. Spiegelungen in der Scheibe, besondere Perspektiven oder Situationen, die nur für einen kurzen Moment da waren.



Genau das mag ich an dieser Art zu fotografieren.
Ich kann mich auf einen Termin vorbereiten und natürlich habe ich Vorstellungen davon, welche Aufnahmen entstehen sollen. Trotzdem möchte ich mir die Freiheit lassen, vor Ort Dinge zu entdecken.
Denn häufig sind es gerade die vermeintlich nebensächlichen Situationen, die am Ende besonders viel über einen Ort erzählen.
Mehr als klassische Businessfotos
Natürlich gehören auch Portraits, Mitarbeiterfotos oder klassische Aufnahmen eines Unternehmens zur Businessfotografie.
Meine Art, eine solche Geschichte zu erzählen, geht aber noch einen Schritt weiter.
Mich interessiert nicht nur, wer dort arbeitet, sondern auch wie dort gearbeitet wird.
Dafür muss nicht jeder ständig in die Kamera schauen. Ein Mensch kann für mich genauso präsent sein, wenn ich seine Hände bei der Arbeit fotografiere oder einen Moment festhalte, in dem er vollkommen auf seine Tätigkeit konzentriert ist.
Auch die Umgebung muss dafür nicht erst zu einer perfekten Kulisse werden.
Eine Werkstatt darf nach Werkstatt aussehen. Werkzeug darf benutzt sein. Auf einer Arbeitsfläche darf etwas liegen. Genau diese Dinge machen den Ort schließlich aus.



So entsteht keine Sammlung aus zwanzig ähnlichen Businessportraits, sondern eine Bildserie.
Mal geht es um einen Menschen. Dann um einen Arbeitsschritt. Das nächste Bild zeigt den Raum und danach vielleicht nur ein kleines Detail.
Zusammen ergibt sich daraus ein Eindruck davon, wie es dort tatsächlich aussieht und sich anfühlt.
Was bringt dir eine solche Bildserie?
Natürlich sollen die Bilder am Ende gut aussehen.
Für dein Unternehmen müssen sie aber noch etwas anderes können: Sie müssen nutzbar sein.
Deine Webseite braucht andere Bilder als ein Beitrag bei Google oder in den sozialen Netzwerken. Vielleicht brauchst du Aufnahmen für eine Stellenanzeige, einen Flyer oder möchtest eine bestimmte Leistung zeigen.
Genau deshalb finde ich eine abwechslungsreiche Serie so wertvoll.



Ein großes Bild kann deinen Betrieb zeigen. Eine Arbeitssituation eignet sich für eine Leistungsseite. Portraits stellen die Menschen dahinter vor. Detailaufnahmen können Beiträge begleiten oder einfach Atmosphäre schaffen.
Statt für jede Gelegenheit auf irgendein passendes Stockfoto zurückzugreifen, entsteht so eine eigene Bildwelt für dein Unternehmen.
Und die kann etwas, was ein Stockfoto niemals leisten wird:
Sie zeigt deine tatsächlichen Mitarbeiter, deine Räume und die Arbeit, die bei dir wirklich passiert.
Für wen ist diese Art der Unternehmensfotografie interessant?
Eigentlich für Unternehmen, bei denen es mehr zu zeigen gibt als ein Logo und ein Produkt.
Besonders spannend finde ich Betriebe, in denen Menschen tatsächlich etwas tun.
Das kann eine Werkstatt oder ein anderer Handwerksbetrieb sein. Eine Manufaktur, ein Geschäft, ein Restaurant oder ein Dienstleistungsunternehmen. Genauso können es Unternehmen sein, deren Arbeitsalltag auf den ersten Blick überhaupt nicht besonders spektakulär erscheint.
Denn genau dort beginnt für mich die fotografische Aufgabe.
Wenn du jeden Tag an derselben Werkbank stehst, siehst du irgendwann wahrscheinlich einfach nur noch deine Werkbank.
Ich sehe Licht, Hände, Werkzeuge, Strukturen und mögliche Perspektiven.



Bei Fahrrad Schurig waren es Fahrräder, Reparaturen, Werkzeuge, Produkte, der Verkaufsraum und vor allem die Menschen bei ihrer Arbeit.
Bei deinem Unternehmen wären es vielleicht vollkommen andere Dinge.
Und genau so sollte es meiner Meinung nach sein.
Unternehmensfotografie muss nicht dafür sorgen, dass jedes Unternehmen gleich professionell aussieht.
Sie sollte zeigen, was dein Unternehmen besonders macht.
Du willst mehr solcher Einblicke sehen oder mit mir zusammenarbeiten?
Dann stöber gern durch meine Projekte oder schreib mir einfach. Ich freue mich immer über neue Begegnungen und spannende Geschichten.