Vorwort
Eigentlich wollte ich keine App entwickeln.
Ich wollte nur ein Problem loswerden, das wahrscheinlich viele Selbstständige kennen.
Du triffst dich mit einem Kunden, ihr besprecht einen Auftrag, klärt die Details und seid euch eigentlich einig. Und dann fehlt nur noch der Vertrag. Der liegt allerdings zu Hause auf dem Rechner. Also geht es anschließend erst richtig los: Vertrag vorbereiten, die besprochenen Leistungen eintragen, als PDF speichern, per Mail verschicken und darauf warten, dass er unterschrieben zurückkommt. Oder du weißt vorher schon, dass ein Vertrag gebraucht wird. Dann wird er ausgedruckt, natürlich in doppelter Ausführung, zum Termin mitgenommen, unterschrieben und anschließend wieder mit nach Hause genommen. Im besten Fall wird das eigene Exemplar dann auch noch eingescannt, damit es zusätzlich digital gesichert ist.
Genau so habe ich es als Fotograf lange gemacht. Und irgendwann habe ich mich gefragt:
Warum eigentlich so umständlich?
Denn eine Sache habe ich bei praktisch jedem Kundentermin sowieso dabei: mein Smartphone. Warum also nicht auch meine Verträge? Aus dieser ziemlich einfachen Frage ist irgendwann Handschlag entstanden.
Eine Lösung für meinen eigenen Arbeitsalltag
Am Anfang hatte ich überhaupt nicht vor, eine App für andere zu entwickeln. Ich wollte meinen eigenen Ablauf einfacher machen.
Meine Vorstellung war ziemlich simpel: Ich hinterlege meine Verträge und Leistungen einmal, habe sie anschließend immer dabei und kann einen Vertrag genau dann abschließen, wenn ich ihn brauche.
Kein „Ich schicke dir später noch etwas zu“. Kein Drucker. Keine zwei Papierexemplare. Und kein Vertrag, der anschließend wieder eingescannt werden muss.
Das einzige Problem an meiner Idee war: Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie man eine App entwickelt.
Also habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen. Aus einer relativ einfachen Idee wurde nach und nach eine richtige Anwendung. Und irgendwann brauchte das Ganze natürlich auch einen Namen.
Handschlag fand ich dafür ziemlich passend.
Denn genau dafür steht ein Handschlag für mich: Zwei Menschen einigen sich auf etwas. Man kommt zusammen und trifft eine Vereinbarung. Nur dass bei meiner Variante am Ende eben trotzdem ein richtiger Vertrag dabei herauskommt.
Wie funktioniert Handschlag?
Bei der Entwicklung war mir vor allem wichtig, dass die App nicht selbst wieder komplizierter wird als das Problem, das sie eigentlich lösen soll.
Deshalb ist der Ablauf bewusst einfach gehalten.
Du kannst deine eigenen Verträge in Handschlag hinterlegen und dabei auch unterschiedliche Leistungen oder Pakete vorbereiten. Dinge, die du regelmäßig brauchst, musst du also nicht für jeden neuen Auftrag wieder von vorne eingeben. Wenn du einen Vertrag benötigst, wählst du die entsprechende Grundlage aus und ergänzt die Angaben für den konkreten Auftrag. Anschließend kann der Vertrag vollständig angesehen und gemeinsam durchgegangen werden.
Und das war mir wichtig: Es gibt nichts, was dein Kunde bei der Unterschrift nicht sehen kann. Alle Vertragsbestandteile sind einsehbar, bevor unterschrieben wird. Die Unterschrift selbst erfolgt direkt auf dem Display. Sind alle Angaben vollständig und beide Seiten zufrieden, wird der Vertrag abgeschlossen. Das fertige Dokument wird anschließend per E-Mail verschickt. Dein Kunde bekommt seine Ausfertigung und du bekommst deine. Damit ist genau der Ablauf entstanden, den ich ursprünglich für mich gesucht habe:
Smartphone raus, Vertrag auswählen, Angaben ergänzen, gemeinsam durchgehen, unterschreiben und fertig.
Deine Verträge bleiben deine Verträge
Handschlag soll eine Sache bewusst nicht sein: eine Rechtsberatung.
Die App stellt dir nicht irgendeinen Vertrag zur Verfügung und behauptet, dieser würde automatisch zu deinem Unternehmen, deinen Leistungen oder deiner individuellen Situation passen. Du bringst deine eigenen Verträge mit und hinterlegst die Inhalte, die du für deine Arbeit benötigst. Handschlag ist das Werkzeug, mit dem du diese Verträge anschließend einfacher verwenden kannst.
Auch beim Umgang mit den Daten wollte ich die Sache möglichst klar halten. Die innerhalb der App hinterlegten Informationen werden nicht in irgendeiner zentralen Handschlag-Datenbank gespeichert, sondern lokal auf deinem eigenen Gerät. Das war mir gerade bei einer Anwendung wichtig, in der zwangsläufig auch persönliche Informationen aus Verträgen verarbeitet werden.
Auch beim fertigen Dokument wollte ich nicht einfach irgendeine PDF erzeugen, die anschließend beliebig verändert werden kann. Die erstellten PDFs werden deshalb mit einer Signatur versehen, durch die nachträgliche Veränderungen erkennbar werden.
Aus meinem eigenen Werkzeug wurde eine App für andere
Das Verrückte daran ist für mich rückblickend, dass all das ursprünglich gar nicht geplant war. Ich wollte kein Softwareentwickler werden und ich hatte auch nicht die große Idee, die nächste Vertragsplattform auf den Markt zu bringen.
Ich wollte einfach meinen Papierkram loswerden.
Handschlag sollte zunächst nur eine Lösung für meinen eigenen Arbeitsalltag als Fotograf sein. Während der Entwicklung wurde mir aber immer klarer, dass das Problem natürlich nicht nur Fotografen betrifft. Videografen, Designer, andere Creator und viele weitere Selbstständige kennen ähnliche Situationen. Überall dort, wo Aufträge besprochen, Leistungen vereinbart und anschließend Verträge geschlossen werden, kann derselbe unnötige Umweg entstehen. Und dafür braucht es meiner Meinung nach nicht immer eine riesige Softwarelösung mit unzähligen Funktionen.
Manchmal möchte man einfach seine eigenen Verträge dabeihaben und benutzen können.
Und jetzt ist Handschlag tatsächlich im Play Store
Aus meiner kleinen Idee ist inzwischen tatsächlich eine fertige App geworden. Die Entwicklung ist abgeschlossen, die notwendigen Tests sind durch und Handschlag ist offiziell im Google Play Store erhältlich. Das fühlt sich ziemlich gut an. Vor allem, weil ich die App ursprünglich nur für mich selbst gebaut habe und sie jetzt jedem zur Verfügung stellen kann, der vielleicht vor genau demselben Problem steht. Und dabei möchte ich es im Moment auch belassen:
Handschlag ist kostenlos.
Wenn die App einem anderen Fotografen, Creator oder Selbstständigen ein bisschen Papier, Zeit und unnötiges Hin und Her erspart, macht sie genau das, wofür sie ursprünglich entstanden ist.
Aktuell ist Handschlag ausschließlich für Android erhältlich.
Du möchtest Handschlag selbst ausprobieren?
Dann kannst du dir die App kostenlos im Google Play Store herunterladen.